Straf- und Negativzinsen

Seit letztem Jahr zahlen immer mehr Banken und Sparkassen als Reaktion auf die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank nur noch geringe bis keine Zinsen mehr auf Sparguthaben. Mittlerweile wird sogar für die Verwaltung Ihrer Ersparnisse noch Geld verlangt, sogenannte Negativ- oder Strafzinsen. Dadurch verringert sich der gesparte Betrag, anstatt sich zu vermehren. Häufig belaufen sich die jährlichen Zinsen auf -0,5%, bei vereinzelten Banken sogar höher.

Beispiele:

Wer ein Guthaben von 200.000€ auf seinem Bankkonto hat, hätte bei einem Negativ- bzw. Strafzins von -0,5% p.a. nach einem Jahr nur noch 199.000€ auf seinem Konto. 

Bleibt ein Guthaben auf einem Tagesgeldkonto bei der Sparkasse unter 50.000€, werden 0,1% Zinsen p.a. gezahlt. Neuerdings wird eine Kontopauschale in Höhe von 2,00€ je Monat aufgerufen. Bei einem Guthaben von 20.000€ wird das Geld so weniger. In diesem Beispiel werden zwar 20,00€ Zinsen pro Jahr gezahlt, zugleich fallen aber auch 24,00€ Gebühren an, somit bleiben von 20.000€ nur noch 19.996€ übrig.

Auf einem Sparbuch der Deutschen Bank werden zwar keine Negativzinsen verlangt, jedoch werden 1,90€ für die Zusendung des jährlichen Kontostands berechnet. Auch in diesem Beispiel verringert sich das Guthaben.

  • Sparkasse: Zinssatz: -0,5% / Freibetrag: variiert zwischen 20.000 – 100.000€
  • Postbank: Zinssatz: -0,5% / Freibetrag: 25.000€
  • Deutsche Bank: Zinssatz: -0,5% / Freibetrag: 25.000€
  • Volksbank KölnBonn: Zinssatz: -0,5% / Freibetrag: 50.000€
  • Commerzbank: Zinssatz: -0,5% / Freibetrag: 50.000€
  • ING: Zinssatz: -0,5% / Freibetrag: 50.000€
  • Kreissparkasse Köln: Zinssatz: -0,5% / Freibetrag: 100.00€

Weitere Banken, die Negativzinsen erheben finden Sie z.B. hier: https://www.verivox.de/geldanlage/themen/negativzinsen/

So vermeiden Sie Strafzinsen

Die Investition in Immobilien ist in der Regel dann interessant, wenn das angesammelte Vermögen langfristig nicht benötigt wird. Der Kauf einer Immobilie bietet in diesem Fall gute Renditen. Sie profitieren von jährlichen Mieteinnahmen und in vielen Fällen auch noch von der Wertsteigerung der Immobilie.

Mit der Modernisierung (z.B. durch die Erneuerung von Fenstern, Haustür, elektrischen Rollladen, Markisen, etc.) einer Immobilie können zudem höhere Mieten angesetzt werden. Ungenutztes Kapital verweilt somit nicht auf Ihrem Konto und verursacht Strafzinsen, sondern erwirtschaftet langfristig Gewinne.

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